Veröffentlichungen

Hier finden Sie verschiedene Veröffentlichungen des Theokreises:

Infoflyer für Ihre Gemeinde

11.07.16

Wir haben einen neuen Infoflyer über den Theokreis. Wenn Sie in Ihrer Gemeinde für den Theokreis werben oder z. B. zukünftige Theologiestudenten auf den Theokreis aufmerksam machen wollen, dann schicken wir Ihnen gerne ein paar Exemplare zu. >>> Theokreis-Informationsflyer bestellen


Richtigstellung des Studienassistenten Cornelius Voigt zum Artikel Heilig oder historisch? aus DER SONNTAG vom 10.01.16

11.01.16

Liebe Geschwister und Freunde des Theokreises,

es gab in unserem Freundeskreis einige Irritation auf Grund von Äußerungen von mir in einem Artikel der Kirchenzeitung „Der Sonntag“ (2.Ausgabe 2016) mit dem Titel „Heilig oder historisch?“. In diesem Zeitungsbeitrag geht es um das strittige Thema der historisch-kritischen Methode und es wird zu Beginn des Textes dargestellt, was unter historisch-kritisch verstanden wird: ein wissenschaftliches Werkzeug bzw. eine wissenschaftliche Methode, um mit Wahrscheinlichkeitsurteilen darüber befinden zu können, was in der Bibel göttliches Wort ist und was zeitbedingtes Menschenwort. Meine Äußerungen gegen Ende des Artikels, in denen ich u.a. festhalte, dass ich persönlich aus der historisch-kritischen Methode in meinem Studium einige gute Erkenntnisse und geistlichen Gewinne gezogen habe, stießen nun auf Irritationen. Daher möchte ich kurz meine Aussagen erklären bzw. ihren eigentlichen Sinn und ursprünglichen Gesprächskontext erklären:

Meine Aussagen stammen aus einem ca. 15minütigem Telefoninterview mit Herrn Andreas Roth über die historisch-kritische Methode. Zu Beginn dieses Telefonates machte ich eine sehr wichtige Unterscheidung: ich grenzte die praktischen Methodenschritte, d.h. gewissermaßen das methodische Werkzeug zur Textanalyse (dies enthält z.B. Textkritik, Traditionsgeschichte, Literarkritik usw.) von der dahinter stehenden Theologie ab, die von der Aufklärung geprägt ist und die versucht, zwischen Bibel und Wort Gottes zu unterscheiden. Meine positiven Aussagen zur historisch-kritischen Methode bezogen sich rein auf erstere, also auf die praktischen Methodenschritte. Aus meiner Sicht reichen viele dieser praktischen Methodenschritte schon vor die Aufklärung zurück (z.B. betrieb schon Johann Albrecht Bengel „Textkritik“) und sind daher von der historischen Kritik, als der dahinterstehenden Theologie unterscheidbar. Aus dieser Theologie, mit dem Versuch, zwischen Gottes- und Menschenwort in der Bibel unterscheiden zu können, habe ich allerdings persönlich keinen Gewinn gezogen und diesen theologischen Ansatz halte ich, wie auch Pfr. Klemm im Sonntagsartikel, für verfehlt. Daher möchte ich mich davon distanzieren und ich entschuldige mich dafür, wenn Sie meine Aussagen im Beitrag des „Sonntag“ so verstanden haben, als ob ich diese theologische Richtung als gewinnbringend ansehe. Meine Aussagen waren so nie gemeint. Für eine nachprüfbare, auch methodische Exegese (wie sie dann auch immer im Einzelnen praktisch aussehen mag) möchte ich mich allerdings ebenso aussprechen und in dieser Hinsicht habe ich einige große Gewinne aus den einzelnen Methodenschritten gezogen, die man oft unter dem Stichwort der historisch-kritischen Methode fasst. Entschuldigen Sie aber die Irritationen, die aus dem Zeitungsartikel entstanden sind. Der Kontext meiner Aussagen war, wie beschrieben, ein anderer und die jetzige Einbettung in den Sonntagsartikel habe ich nie vorher gekannt.

Es grüßt Sie herzlich mit den besten Segenswünschen,

Ihr Studienassistent Cornelius Voigt